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Futro S400 0.4-1Ghz 1GB RAM

 

Nach dem ich nun einige Geigerzählermodule aufgebaut und getestet habe, habe ich mir mal Gedanken gemacht, welche Zählröhre für die Aufzeichnung der normalen Umweltstrahlung am besten geeignet wäre. Zur Auswahl hatte ich hier die SBM20, die SI29BG, die SI39G vom Pollin-Bausatz und noch eine FHZ76V in der eine Valvo 18550 versteckt ist.

Der Test:

Der Test wurde mit dem Geigerzählerbausatz von Pollin durch geführt. Als Auswerteprogramm kam natürlich das Programm Geigerzähler zum Einsatz. Anhand der durch das Programm erstellten Diagramme kann man eigentlich schon auf den ersten Blick erkennen wie gut die einzelnen Testkandidaten für das Aufgabenfeld geeignet sind. Bei dem Test

- wurde zuerst die normale Umweltstrahlung aufgezeichnet,

- danach ist ein Glühstrumpf, mit leicht radioaktiven Material, in einer Entfernung von 0,8m von den Prüflingen entfernt, für etwa 2 Stunden, platziert wurden,

- zum Schluß gab es den Recheck bei dem wieder die normale Umweltstrahlung gemessen wurde.

Auswertung:

Am besten hat die SBM20 abgeschnitten. Bei ihr sind schon bei der normalen Umweltstrahlung nur wenig Schwankungen zu erkennen. Das deutet darauf hin, daß bei dieser Röhre das Eigenrauschen nicht so stark in das Messergebnis dieser doch sehr geringen Strahlungswerte einfließt. Der zu erwartende Anstieg fällt sauber und klar abgegrenzt aus. Auch die Höhe des Anstiegs, mit 0,05µSv/h hätte ich so erwartet. Die Beprobung fand von 10:00 bis 12:30 Uhr statt.

 

Die SI29BG hat bei diesem Test als Zweitbeste abgeschnitten. Sie hat im Bereich der normalen Umweltstrahlung hohe Schwankungen. Das läßt darauf schließen, daß das Grundrauschen bei dieser Messung keine untergeordnete Rolle spielt. Dennoch läßt sich ein Anstieg bei der Erhöhung der Strahlung durch den Testkörper deutlich nachweisen. Im Wochendiagramm zeigt sich die Beprobung, auf Grund der hohen Schwankungen, deutlicher. Die Beprobung fand von 10:00 bis 12:00 Uhr statt. (Die einzige SI29BG, die ich besitze, ist fest verbaut. Deswegen fand der Test mit einer anderen Instanz der Auswerteprogramms statt.)

 

Auf dem letzten Platz der getesteten russischen Geigerzählerröhren ist die SI39G gelandet. Sie wird original zum Pollin Geigerzählerbausatz V1 ausgeliefert. Diese Röhre ist für die Messung so geringer Strahlung einfach zu unempfindlich. Ihr Eigenrauschen liegt schon weit über der zu messenden Umweltstrahlung und auch die Erhöhung um etwa 0,05 µSv/h ist mit dieser Röhre nicht nachweisbar. Für einen Umweltstrahlungsmonitor ist die SI39G nicht geeignet. Diese Röhre braucht eine höhere Strahlung, um überhaupt etwas über ihrem eigenen Rauschen nachweisen zu können. Da hab ich dann auch kein Wochendiagramm erstellt. Die Beprobung fand von 12:00 bis 14:00 Uhr statt.

 

Etwas außer Konkurrenz läuft die FHZ76V. Für sie hab ich noch keine genauen Einstellungen ermittelt. Deswegen ist der absolute Wert des Diagramms zu vernachlässigen. Der relative Verlauf läßt sich aber vergleichen. Ein Anstieg ist wenigsten erkennbar aber nicht wirklich in Zahlen fassbar und nur vage zeitlich zu definieren. Die Beprobung fand von 12:00 bis 14:00 Uhr statt.

 

Fazit:

Meine erste Wahl, um die Umweltstrahlung zu messen und einen Strahlungsmonitor zu betreiben, fiele auf die SBM20. Die SI29GB ist zwar etwas robuster aber dafür auch nicht so empfindlich wie die SBM20. Da die fertige Meßsonde ohnehin nicht direkt vom Regen oder Hagel getroffen werden darf (mechanische Erschütterungen verfälschen das Messergebnis erheblich), würde ich, auch beim Außeneinsatz, zu der SBM20 raten.

 

Nachtrag:

Ich hatte nun auch Gelegenheit eine SI8B mit dem gleichen Versuchsaufbau zu überprüfen. Wie an dem Diagram schon erkennbar ist, bilden sich die Werte klar ab ohne großartig Rauschen zu zeigen. So hatte ich mir eigentlich das Ergebnis des Tests erhofft. Insgesamt ist diese Röhre am besten zur Messung niedriger Strahlungswerte geeignet. Sie ist aber auch etwa 3 bis 4 mal so teuer wie die SBM20.

Da diese Röhre eine sehr hohe Impulsrate aufweist, wird es nötig beim Pollin Bausatz den Kondensator C7 von 100nF auf 2,2nF ab zu ändern. Dieser Kondensator bestimmt die Länge der Impulsverlängerung.

28.05.2018 09:05:01

 

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